Lions an der Badenfahrt
Die beiden Lions-Clubs Baden und Baden-Heitersberg haben für das grösste Volksfest der Schweiz zusammengespannt: Sie präsentierten sich in Baden mit einem venezianischen Palazzo namens „Leon d’Oro“ an der Badenfahrt. Mit dem erwirtschafteten Gewinn von 20’000 Franken wird die Aargauer Städte-Tafel unterstützt.
August/September 2007 - Die Badenfahrt findet nur alle 10 Jahre statt und ist gemäss der Zeitung „Tages-Anzeiger“ das grösste Volksfest der Schweiz. Dieses Jahr war es unter dem Motto „Welt statt Baden“ wieder so weit – und hunderttausende von Festbesuchern tauchten ab in Unter- und Halbwelten, Götterwelten und Sagenwelten, Glamour- und Glitzerwelten und allerlei Welten dazwischen.
150 Festlokale, Bars und Bühnen wurden 10 Tage und 10 Nächte von Freiwilligen aus der Region betrieben. Darunter der eigentliche Geheimtipp: der Palazzo Veneziano „Leon d’Oro“ am Ufer der Limmat. Etwas abseits vom grossen Rummel gelegen, konnte man sich hier in mediterranem Ambiente mit gediegener Live-Musik ein Glas ausgezeichneten Weins sowie erlesene Antipasti gönnen.
Und das „Leon d’Oro“ war ein voller Erfolg: Über 1000 Flaschen Wein und fast 400 Kilogramm Antipasti haben die Lions-Mitglieder und ihre Angehörigen den Gästen während der Badenfahrt serviert!
Grosse Herausforderung
Der Grossanlass stellte die Lions-Clubs vor zahlreiche Herausforderungen. Galt es doch den Palazzo erst zu planen und dann zu bauen (der Vorplatz etwa verschlang 40 Tonnen Kies), dann während 10 Tagen und 10 Nächten zu betreiben und anschliessend den Rückbau innert weniger Tage sicherzustellen.
Alle Phasen waren ausserordentlich personalintensiv, wie OK-Präsident Peter M. Conrad erklärt. Am Wochenende beispielsweise waren pro Tag mindestens 30 Personen in drei Schichten im Einsatz. Dies wäre nicht ohne die zusätzliche personelle Unterstützung durch den Lions-Club Limmattal möglich gewesen.
Grosse Herausforderung schweissen auch zusammen, wie die Clubpräsidenten Beda Büchi (Baden) und Andreas Bürge (Baden-Heitersberg) einhellig feststellen. Sowohl innerhalb der beiden Clubs als auch zwischen den beiden traditionell befreundeten Clubs hat das gemeinsam gemeisterte Grossprojekt das Gemeinschaftsgefühl sehr positiv beeinflusst.
„We serve“
Last but not least konnte dem Motto „we serve“ (wir dienen) auch an der Badenfahrt nachgelebt werden. Der mit Unterstützung von Sponsoren erwirtschaftete Gewinn von 20’000 Franken geht als Spende an die Aargauer Städte-Tafel, welche täglich überschüssige Lebensmittel an soziale Einrichtungen für bedürftige Menschen verteilt.
Der Bedarf sozialer Einrichtungen an überschüssigen Lebensmitteln steigt beständig, wie Angelika Meier, Präsidentin der Aargauer Städte-Tafel, erklärt. Zudem ist die Verteilung in der Aargauer Topographie relativ aufwändig, so dass momentan täglich zwei Transporter mit Kühleinrichtung im Einsatz sind. Die Spende der Lions-Clubs ist darum hochwillkommen und finanziert den Unterhalt eines Fahrzeuges für ein ganzes Jahr.

