Meilensteine zur Clubgeschichte (Teil 4)

Engagiert im Lionismus: Jumelage, Chargen, Patenschaften

Ein Blick in die Sammlung von Lions-Fanions in unserem Archiv (aus allen Kontinenten, aus über 100 Ländern) zeigt die grosse – private wie auch geschäftliche – Reiselust und die nationalen wie auch weltweiten Kontakte unserer Mitglieder zu Lions-Freunden über die Jahre. Badener Lions nahmen auch teil an den International Conventions, und ebenso gab es immer wieder Clubausflüge, nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland. In jüngster Zeit 2001 ins Piemont, 2006 nach Prag, wo uns Prager Lions begleiteten. Diese Offenheit bewirkte wohl auch, dass die Badener Lions sehr rasch einem Aufruf des zentraleuropäischen Lions-Sekretariats in Zürich, eine Jumelage im Ausland einzugehen, folgten und nach knapp einjähriger Vorbereitung mit dem Lions Club Marburg in Deutschland am 15./16. September 1962 in einer Jumelagefeier in Marburg ihre Freundschaft besiegelten. 14 Lions in Begleitung nahmen an der erlebnisreichen Feier auf Schloss Marburg teil. So gab es dann in den Jahren 1963 bis 1980 fast jährlich Treffen, jeweils mit einer kleinen Schar Interessierter, in Baden, in Lausanne (Expo), in Marburg, in Bad Türkheim oder Freudenstadt. Sie waren ein geeignetes Mittel, wie sich die Badener Initianten ausdrückten, um wertvolle Beziehungen mit Menschen anderer Lebensart, aber gleicher grundsätzlicher Auffassung zu schaffen und auszubauen. Allerdings gelang es den beiden Clubs nicht, das „Feu sacré“ dieser Beziehung aufrechtzuerhalten, und so beschloss die Generalversammlung unseres Clubs 1980, die Jumelage aufzulösen, was auch den Wünschen der Marburger entsprach. Aus einem freundschaftlichen Zusammengehen, auf Anregung des Lions Club Freiburg im Breisgau, entwickelte sich nach etlichen Treffen mit einigen Lions unseres Clubs keine Jumelage, denn die Generalversammlung lehnte in einer Konsultativabstimmung mit 20 zu 4 Stimmen eine neue Jumelage ab.

Stets beteiligte sich der Lions Club an den nationalen und – wenn es dem jeweiligen Vorstand sinnvoll erschien – an den internationalen Aktivitäten, wie Geldsammlungen in Katastrophenfällen, Jugendlagern oder etwa der Sammelaktion „Sight First“, bei der es darum ging, in Nepal Sehhilfen zu finanzieren oder zu beschaffen. Und ebenso stellten sich zwei Clubmitglieder über Jahre für regionale und nationale Aufgaben als Zonen-Chairman und als Governor zur Verfügung (siehe Kapitel „Personelles zur Badener Lions-Welt“).

Unser Club folgte auch einem Aufruf des Governorrates, als bestehender Club Patenschaften für in der Nachbarschaft neuzugründende Clubs zu übernehmen. Mit zwei Patenschaften engagierte sich unser Club. Im Limmattal, in Dietikon, vermittelte insbesondere der Vorstand das Funktionieren einer Lions Club-Organisation – Struktur, Mitgliedschaft, Administration usw. – und half, die Gründungsversammlung vom 3. Mai zu organisieren. Der Charterfeier vom 12. November 1977 wohnte unser Club beinahe vollzählig bei, und seither sind die Clubs durch jährliche gemeinsame Anlässe eng verbunden. Bereichernd sind die Programme, denn sie machen die Mitglieder oft mit Besonderheiten des Einzugsgebietes des andern Clubs bekannt.

Nur fünf Jahre später, im Präsidialjahr 1982/83, ergriffen die Badener Lions die Initiative zur Gründung eines neuen Clubs. Im weiteren Einzugsgebiet des Badener Clubs, so beschloss die Generalversammlung am 5. April 1983, soll der Lions Club Baden-Heitersberg gegründet werden. Und am 19. Oktober 1985 hielt der Präsident des Patenclubs anlässlich der Charternight seine Festansprache von der Kanzel der katholischen Kirche in Oberrohrdorf. Zwischen den beiden Clubs als Ganzes und auch zwischen einzelnen Mitgliedern bestehen freundschaftliche Bande, und bei besonderen Anlässen ist gegenseitige Unterstützung angesagt.

weiter ... (Teil 5)


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